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Starke Frauen – Starker Stadtteil: Kornelia

In unseren Stadtteilen Gereuth-Hochgericht und Starkenfeld leben viele starke und einzigartige Frauen. In unserer Aktionswoche zum Weltfrauentag möchten wir auf deren Wirken und Besonderheit aufmerksam machen.


Unsere Porträtreihe startet heute am Weltfrauentag mit Kornelia. Sie ist 65 Jahre alt, lebt mit ihrer Hündin Leira im Stadtteil Starkenfeld und hat uns erzählt was sie stark macht:

Foto: Rahel Metzner

Was bedeutet der Weltfrauentag für dich?
Der Weltfrauentag wurde bei mir, seit ich geboren bin jedes Jahr gefeiert, weil ich da Geburtstag habe. Außerdem war das noch mein Hochzeitstag. Darum gab es jedes Jahr Blumen und Geschenke.

Was macht dich zu einer starken Frau, hast du ein Vorbild?
Ich hatte, seit ich ungefähr 30 bin für viele Jahre einen Spruch von Jürgen Moltmann als Vorbild: „Nur der Hoffnungslose findet sich ab mit dem was ist und mit der Art und Weise wie es ist. Wer aber Hoffnung hat sieht vor sich neue Möglichkeiten wie es anders werden und besser gehen kann.“ Das war mein Leitspruch für eine große Strecke meines Lebens. Es geht darum Hoffnung zu haben, etwas verändern zu können.

Auf was in deinem Leben bist du besonders stolz?
Auf meine drei Kinder! Zwei Jungs und ein Mädchen. Und jetzt habe ich schon vier Enkelkinder, drei Enkelsöhne und eine Enkeltochter. Da bin ich besonders stolz drauf.

Gibt es Momente, die dich besonders stark gemacht haben?
Ja, wenn ich Krisen durchgestanden habe. Zum Beispiel habe ich mich von meinem Mann scheiden lassen und dann wieder ganz neu angefangen, nur mit mir.
Mich hat es stark gemacht wieder neu anzufangen, wenn ich hingefallen bin, eine Pleite erlebt habe oder wenn etwas nicht geklappt hat. Durch jede überstandene Krise bin ich stärker geworden.

Was hilft dir dabei auch in der Corona-Krise zuversichtlich zu bleiben?
Die Corona-Krise ist sehr schwer für mich. Es ist eine sehr große Krise für die ganze Welt. Es wird sich sehr viel ändern müssen in den Bereichen Umwelt, Soziales und im internationalen Zusammenleben. Da weiß ich noch nicht, wie die Menschen das bewältigen können.
Mir fällt es sehr schwer zuversichtlich zu bleiben, ich bin jetzt schon ein Jahr im Lockdown. Meine Enkel habe ich jetzt schon ein Jahr nicht gesehen. Die Kinder wollen mich ja auch nicht anstecken, ich gehöre zur Risikogruppe. Das ist schwer, aber ich habe ein großes Hobby: Ich stricke und häkle. Für meine Kinder, für die Enkel und zum Verschenken. Das macht mir Spaß, es ist wie Meditation für mich. Ich bin auch kreativ, richte mich nicht nur nach Vorlagen, sondern erfinde auch selbst was. Das hilft mir durch die Corona-Zeit.

Welchen Rat möchtest du gerne an andere Frauen weitergeben?
Ich möchte drei Ratschläge weitergeben:

  1. Vergangenes loslassen
  2. Offen sein im Hier und Jetzt
  3. Neues ausprobieren
    Ein Rat für die Vergangenheit, einer für die Gegenwart und einer für die Zukunft.

Wir danken der St. Georg Apotheke in Bamberg für ihre Unterstützung bei den Präsenten als Dankeschön für die teilnehmenden Frauen!